Blaustern - Scilla

Blausterne gehören zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Im Handel findest du vor allem den Sibirischen Blaustern (Scilla siberica) und den Kaukasischen Blaustern (Scilla mischtschenkoana) – beide winterhart und mehrjährig.
Der Name Scilla leitet sich vom griechischen Wort für Meerzwiebel ab, mit der die Blausterne früher in einer Gattung zusammengefasst wurden.
Verbreitet sind sie ursprünglich rund ums Mittelmeer, in Westasien und in Sibirien – je nach Art auch in Wäldern und auf Wiesen Mitteleuropas.
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Wuchshöhe: 10–20 cm
Wuchsform: aufrecht, buschig, aus Zwiebeln austreibend
Blätter: schmal, grasartig, dunkelgrün
Blüte: sternförmig, leuchtend blau, selten weiß oder rosa; Februar bis April

Standort: sonnig bis halbschattig

Gießen: mäßig, aber regelmäßig; keine Staunässe

Substrat: durchlässige, humusreiche Erde
Düngen: frisch gekaufte Exemplare brauchen keinen Dünger; ältere Scillas freuen sich ab dem Austrieb bis zum Blütenbeginn über etwas Zwiebeldünger
Wie wächst der Blaustern?
Dein Blaustern treibt früh aus – manchmal noch wenn der letzte Schnee liegt. Aus der Zwiebel wachsen schmale, dunkelgrüne Blätter und kurze Blütenstängel, an denen sich die charakteristischen sternförmigen Blüten in leuchtendem Blau öffnen. Je nach Art erscheinen sie einzeln oder in kleinen Trauben.
Am schönsten wirkt ein ganzer Topf voller Blausternchen.
Nach der Blüte zieht die Pflanze komplett ein, Blätter und Stängel vertrocknen, und bis zum nächsten Frühjahr ist von deinem Blaustern nichts mehr zu sehen. Die Zwiebel überdauert still im Boden.
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Hier noch ein Link zu einem hübschen weißen persischen/kaukasischen Blaustern - Scilla mischtschenkoana*
- Sibirischer Blaustern - Scilla siberi... *
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Ist der Blaustern giftig?
Ja – alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Zwiebeln und Samen. Die enthaltenen Saponine und in manchen Arten herzwirksame Glykoside können beim Verzehr zu Durchfall, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen führen. Und der Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen.
Also nichts für Familien mit kleinen Kindern und gefräßigen Haustieren.
Der richtige Standort für deine Scilla
Sonnig bis halbschattig – beides funktioniert gut. Zu dunkel sollte es nicht sein, sonst überlegt er sich das mit dem Blühen.

Wie pflegt man Blausterne?
Substrat – durchlässige, humusreiche Erde ist ideal, normale Blumenerde mit etwas Sand gemischt funktioniert auch.
Gießen – mäßig, aber regelmäßig; die Erde darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Staunässe mag er gar nicht, also bitte ein Abzugsloch im Topf und überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer ausgießen. Im Sommer, wenn die Pflanze eingezogen ist, kaum noch gießen – die ruhende Zwiebel mag es trocken. Stell den Topf am besten an einen geschützten Platz an dem es nicht reinregnen kann.
Düngen – frisch gekaufte Blausterne brauchen keinen Dünger. Mehrjährige Exemplare freuen sich beim Austrieb über eine Gabe Zwiebeldünger*, ab Blütenbeginn dann aber nicht mehr.
Überwintern – winterharte Scillas bleiben einfach im Topf, du musst gar nichts tun. Hast du einen Garten, kannst du die Zwiebeln nach dem Einziehen auch dort einpflanzen.
Wie vermehrt man Blausterne?
Mit der Zeit bildet jede Zwiebel Tochterzwiebeln – die kannst du nach dem Einziehen im Sommer abteilen und separat einpflanzen.
Du kannst natürlich auch Samen aussäen, aber das dauert, die Sämlinge brauchen ein paar Jahre bis zur ersten Blüte.
Krankheiten und Schädlinge bei Scillas
Der Blaustern ist erfreulich robust. Was ihm am meisten schadet, ist Staunässe – dann faulen die Zwiebeln.
Gelegentlich können Blattläuse auftreten, die kannst du, bei einem kleinen Befall, einfach mit den Fingern abstreifen.
Braune oder schlaffe Blätter kurz nach dem Austreiben sind meist ein Zeichen für zu nasse Erde oder einen Spätfrost – in dem Fall abdecken und etwas weniger gießen.
Mehr zu Frühblühern auf dem Balkon findest du hier:
Frühlingsstimmung auf Balkonien – Balkonpflanzen fürs Frühjahr
Lenzrose – Helleborus orientalis
Bis bald
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