Märzenbecher - Leucojum vernum

Märzenbecher - Leucojum vernum: Frühblüher mit weißen Blütenglöckchen mit grünem Fleck an der Blütenblattspitze
Märzenbecher - Leucojum vernum

Märzenbecher, auch Frühlingsknotenblume genannt, gehören zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und sind in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas heimisch – von den Pyrenäen bis in die Karpaten, bei uns auch in feuchten Wäldern und an Bachufern.

Die weißen Blüten mit den grünen Fleckchen an den Spitzen sehen aus, als hätte jemand sehr sorgfältig mit dem Pinsel nachgeholfen.

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Wuchs

 

Wuchshöhe: 10–30 cm

Wuchsform: aufrecht, aus Zwiebeln austreibend

Blätter: schmal, glänzend dunkelgrün

Blüte: weiß mit grünen, selten gelbgrünen, Flecken an den Blütenspitzen; Februar bis April

Standort

 

Standort: halbschattig bis schattig, direkte Sonne mögen sie gar nicht 

 

Gießen

 

Gießen: mäßig, aber regelmäßig; nicht austrocknen lassen 

Bodenart

 

Substrat: nährstoffreicher, mäßig saurer Lehmboden;
für eine Saison tut's auch normale Blumenerde

Düngen: nicht nötig

Wie wächst der Märzenbecher?

Märzenbecher gehören zu den frühesten Frühlingsblühern überhaupt – sie blühen oft schon ab Februar bis April.

Aus der Zwiebel treiben schmale, glänzend grüne Blätter und ein oder mehrere Blütenstängel aus, an deren Spitze ein bis zwei glockenförmige Blüten hängen. Die Blüten sind weiß mit einem kleinen grünen Fleck an jeder Blütenblattspitze.

Nach der Blüte zieht die Pflanze ein und überdauert als Zwiebel bis zur nächsten Saison.

Sind Märzenbecher giftig?

Ja – alle Pflanzenteile, aber vor allem die Zwiebel, sind giftig, für Menschen, Hunde, Katzen und Pferde.

Die Pflanze enthält Alkaloide wie Galanthamin und Lycorin, hauptsächlich in der Zwiebel, aber auch in allen anderen Pflanzenteilen. Der Verzehr kann zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen führen. Hautkontakt kann zu Hautreizungen führen.

Nach Hautkontakt gründlich waschen. Nach dem Verzehr größerer Mengen sollte umgehend ein Arzt/Tierarzt oder der Giftnotruf kontaktiert werden. 

Übersicht der Giftnotrufzentralen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Der richtige Standort für deinen Märzenbecher

Halbschattig bis schattig – direkte Sonne mag er überhaupt nicht. In der Natur wächst er unter Bäumen und an Bachufern, das sagt eigentlich alles.

 

Märzenbecher - Leucojum vernum: Frühblüher mit weißen Blütenglöckchen mit gelbgrünen Flecken an den Blütenblattspitzen
Märzenbecher - Leucojum vernum mit gelbgrünen Flecken an den Blütenblattspitzen

 

Wie pflegt man den Märzenbecher?

Substrat: am liebsten nährstoffreicher, mäßig saurer Lehmboden. Für eine Saison im Topf reicht aber normale Blumenerde, nur zu trocken darf sie nicht sein.

Gießen: mäßig, aber regelmäßig; nicht austrocknen lassen, das mag er nicht.

Düngen: nicht nötig, wenn nach mehreren Jahren die Blühfreude nachlässt, kannst du sie einmal im Frühjahr beim Austrieb mit Volldünger düngen.

Überwintern: die Zwiebeln sind winterhart und bleiben einfach im Topf oder kommen in den Garten.

Wie vermehrt man Märzenbecher?

Wie alle Zwiebelpflanzen vermehren sich Märzenbecher über Tochterzwiebeln – wenn das Laub vergilbt ist, kannst du diese abteilen und woanders einpflanzen. Wenn du es selbst mal mit Blumenzwiebeln* versuchen möchtest: Pflanzzeit ist September bis Oktober, Pflanztiefe etwa 10 cm, Abstand 10 cm, allerdings brauchen die ein paar Jahre bis sie das erste Mal blühen.

Krankheiten und Schädlinge beim Märzenbecher

Märzenbecher sind robust und werden von Schädlingen kaum behelligt.

Staunässe ist der größte Feind – dann faulen die Zwiebeln.

Achtung: Märzenbecher stehen unter Naturschutz und dürfen in "freier Wildbahn" nicht gepflückt und schon gar nicht ausgebuddelt werden.

Mehr zu Frühblühern für den Balkon und die Terrasse findest du hier:

Frühlingsstimmung auf Balkonien – Balkonpflanzen fürs Frühjahr

Hornveilchen - Viola cornuta

Lenzrose - Helleborus orientalis

Blaustern - Scilla

 

 

Bis bald

 

Thea

 

 

 

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