Balkonpflanzen für Anfänger – 7 pflegeleichte Pflanzen

Du möchtest Balkonpflanzen, die nach „Wow“ aussehen und nicht nach „Ich hab’s versucht“? Dann bist du hier genau richtig.

Denn schöne, gesunde Balkonpflanzen haben nichts mit einem angeborenen grünen Daumen zu tun, sondern viel mehr mit der Auswahl der richtigen Pflanzen.

Es gibt Sorten, die wachsen fröhlich vor sich hin, auch wenn du nicht jeden Tag nach ihnen schaust.

Genau diese stelle ich dir heute vor:

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Balkon-Feeling statt Balkon-Frust

Ein Balkon ist der perfekte Ort für kleine Auszeiten. Kaffee am Morgen, ein Glas Wein am Abend, zwischendurch einfach mal tief durchatmen. Damit das klappt, sollten deine Pflanzen keine Diva-Allüren haben.
Pflegeleichte Balkonpflanzen wie Geranien, Petunien oder Kapuzinerkresse, sind robust, verlässlich und nehmen dir kleine Fehler nicht krumm.

Und ganz ehrlich: Wenn Pflanzen gut aussehen, ohne Pflegestress, macht Balkon-Gärtnern einfach mehr Spaß.

Balkon-Basics für Anfänger*innen

Keine Sorge, du brauchst keinen Gartenkurs, ein paar Grundlagen reichen völlig:

🌞 Licht

Beobachte deinen Balkon ein paar Tage, um herauszufinden, ob er sonnig, halbschattig oder eher schattig ist. Das ist entscheidend für die Pflanzenwahl.

sonnig: ein Südbalkon, auf den gefühlt den ganzen Tag die Sonne knallt.

halbschattig: hier hast du nur am Morgen oder am Abend Sonne oder es steht ein großer Baum vorm Balkon und die Sonne scheint "drumherum".

schattig: ein Nordbalkon oder große Bäume und Sträucher oder das Haus des Nachbarn sorgen dafür, dass kaum Sonnenstrahlen bis zu deinem Balkon gelangen. 

 

🌱 Erde/Substrat

Gute Blumenerde mit Langzeitdünger* ist für Blühpflanzen eine solide Basis, sie erleichtert dir den Start enorm, weil du erst nach 10–12 Wochen anfangen musst zu düngen. Normale Blumenerde* enthält zwar auch Dünger, aber nur für etwa 3–4 Wochen, danach musst du selbst nachlegen.

Für Kräuter gilt allerdings: Lieber spezielle Kräutererde* verwenden. Die ist nährstoffärmer, und das mögen Kräuter deutlich lieber. In zu nährstoffreicher Erde wachsen sie zwar üppig, verlieren aber an Aroma – und das wäre ja schade.

Kleiner Tipp: nimm nicht die billigste Blumenerde, damit schleppst du dir evtl. Unkraut und Krabbeltierchen auf deinen Balkon. Das kann dir zwar auch bei teurer Erde passieren, aber relativ selten.

 

💧 Gießen

Lieber seltener, dafür gründlich. Die meisten Pflanzen kommen mit kurzen Trockenphasen wesentlich besser klar als mit dauerhaft nasser Erde.

Wenn du viel unterwegs bist oder einfach nicht täglich gießen möchtest, sind Wasserspeicher-Kästen* eine praktische Investition – die Pflanzen holen sich das Wasser selbst, wenn sie es brauchen.

 

🌸Pflege

Deine Balkonkästen oder Töpfe sollten mindestens 18-20cm hoch sein und unten einen Wasserablauf oder eine gute Drainageschicht (4-5cm Blähton, Bimsgranulat oder Tonscherben) haben, damit deine Pflanzen nicht ständig im  Nassen stehen. 

 

Die meisten Balkonpflanzen gibt es schon ab April im Handel, ins Freie dürfen sie aber erst ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, außer du hast winterharte Pflanzen. Du kannst deine Pflanzen auch jetzt schon kaufen und in deine Balkonkästen setzen. An warmen Tagen kannst du sie rausstellen, aber in kalten Nächten möchten sie wieder rein, allerdings nicht ins kuschelig warme Wohnzimmer, sondern in einen etwas kühleren Raum.

 

Gib deinen Pflanzen genug Platz, die wollen ja noch wachsen. 

 

Wenn du die verwelkten Blüten und vertrockneten Pflanzenteile regelmäßig entfernst, verhindert das zum einen, dass sich in regenreichen Wochen Schimmel und Fäulnis bildet und außerdem fördert es die Blütenneubildung.

 

Schau dir deinen Pflanzen ab und zu genauer an, auch die Blattunterseiten, denn Blattläuse und andere Krabbeltierchen lassen sich am leichtesten bekämpfen, wenn man sie früh entdeckt. Einen kleinen Befall kannst du oft einfach mit den Fingern abstreifen, die betroffenen Stellen mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen oder die befallenen Pflanzenteile abschneiden und entsorgen.

Im Zweifelsfall hilft ein Mittel aus dem Gartencenter. Am besten nimmst du einen Stängel oder ein betroffenes Blatt mit, damit sie dort sehen, welches Mittel du brauchst. Wenn sich die Krabbeltierchen nur auf einer Pflanze breit machen, entsorge die Pflanze, die Mittel sind meistens teurer als eine neue Pflanze.

Die 7 besten pflegeleichten Balkonpflanzen für Anfänger*innen

1. Geranien-Pelargonien

Der Klassiker unter den Balkonpflanzen und das völlig zu Recht. Geranien lieben Sonne, blühen ausdauernd und sind erstaunlich unkompliziert. Perfekt, wenn du einfach Farbe willst, ohne viel Aufwand. 

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, von weiß über rosa, rot und violett, manche sind auch zweifarbig oder mit dunkleren Flecken gemustert. 

Schau beim Kauf, ob es sich um eine stehende oder hängende Geranie handelt. Das und die Farbe siehst du normalerweise auf dem "Beipackzettel" an der Pflanze. 

Standort: Sonnig bis halbschattig – je mehr Sonne, desto mehr Blüten bildet sie aus.

Gießen: Geranien brauchen relativ viel Wasser, allerdings mögen sie es nicht, wenn die Erde längere Zeit pitschenass ist. Gieß sie deshalb erst wieder, wenn die Erde oben abgetrocknet ist.

Düngen: Geranien brauchen nährstoffreiche Erde, also wöchentlich mit Blühpflanzendünger* düngen. Entweder ab der 3.-4. oder ab der 10.-12. Woche, je nachdem welche Blumenerde du hast.

Pflege: Geranien sollten erst ab Anfang bis Mitte Mai nach draußen, wenn es keine Nachtfröste mehr gibt. 

 

Hausansicht mit Balkonpflanzen, rote und weiße Hänge-Geranien – DIE Balkonpflanze für Anfänger*innen
Geranien gibt's fast überall zu kaufen. Wenn du tatsächlich keine findest oder sie dir lieber liefern lassen möchtest, hier gibt es eine Kombi aus feuerroten und schneeweißen Hängegeranien*

2. Petunien

Bunt, fröhlich und pflegeleicht. Petunien gibt es in vielen verschiedenen Farben, von weiß über rosa, rot, lila und violett bis hin zu kräftigem Dunkelblau, manchmal auch zweifarbig oder gestreift.

Petunien mögen Sonne, Wasser und regelmäßig Dünger, belohnen dich dafür aber auch mit einer beeindruckenden Blütenpracht.  

Standort: Sonnig – je mehr Sonne, desto besser. An einem schattigen Balkon blühen sie eher spärlich.

Gießen: Petunien sind durstig, gieß sie regelmäßig, aber lass die oberste Schicht Erde zwischendurch kurz antrocknen. Staunässe mögen sie gar nicht.

Düngen: wöchentlich mit Blühpflanzendünger* düngen, das hält die Blütenpracht am Laufen. Auch hier gilt: Entweder ab der 3.-4. oder ab der 10.-12. Woche, je nachdem welche Blumenerde du hast.

Pflege: verblühte Blüten regelmäßig entfernen, das kurbelt die Nachblüte an. Bei hängenden Sorten darfst du auch mal beherzt zurückschneiden, wenn sie zu lang werden – die treiben schnell wieder aus.

 

 

Hänge-Petunie 'Love Purple' in weiß-lila,
hier geht's zur Hänge-Petunie "Love Purple"* wenn du, so wie ich, die Mini-Hängepetunien hübscher findest, die gibt's hier*

3. Lavendel

Sonne, wenig Wasser und ein Hauch von Urlaub. Lavendel ist pflegeleicht, duftet herrlich und zieht Bienen an, ein echtes Highlight für Balkon und Sinne. Trockenphasen meistert er locker.

Lavendel blüht klassischerweise in verschiedenen Lila- und Violetttönen, es gibt aber auch weiße und rosafarbene Sorten.

Standort: Vollsonnig – Lavendel liebt es hell und warm, ein Südbalkon ist ideal.

Gießen: Wenig ist hier mehr. Lavendel kommt gut mit Trockenheit klar, also lieber seltener gießen und unbedingt Staunässe vermeiden, die mag er nämlich überhaupt nicht.

Düngen: Lavendel braucht kaum Nährstoffe. Einmal im Frühjahr eine kleine Portion Kräuterdünger*, das reicht völlig. Wenn du deinen Lavendel in frische Kräutererde* setzt, kannst du dir das Düngen sparen.

Pflege: Nach der Blüte etwas zurückschneiden, aber nicht ins alte Holz, nur in die grünen Triebe. Das hält ihn kompakt und fit für die nächste Saison.

4. Fuchsien

Perfekt für halbschattige Balkone. Fuchsien blühen üppig, wirken elegant und sind trotzdem unkompliziert. Ihre hängenden Blüten leuchten in Kombinationen aus Pink, Rot, Lila und Weiß. 

Standort: Halbschattig bis schattig – genau richtig für Balkone, auf die die Sonne nicht den ganzen Tag scheint.

Gießen: Fuchsien mögen es gleichmäßig feucht, nicht zu nass, nicht zu trocken. An besonders heißen Tagen darfst du gerne auch 2x mit der Gießkanne vorbeikommen. Aber nicht ersäufen 😉 

Düngen: alle 1-2 Wochen mit Blühpflanzendünger* düngen. Hier gilt dasselbe wie bei den Geranien und Petunien.

Pflege: Verblühte Blüten solltest du regelmäßig entfernen, sonst steckt die Pflanze ihre Energie ins Samenbilden statt ins Blühen. Fuchsien sind kälteempfindlich, also erst ab Mitte Mai dauerhaft raus.

5. Begonien

Wenn dein Balkon eher schattig liegt, sind Begonien eine sichere Wahl. Sie blühen zuverlässig, sind robust und kommen auch mit weniger Licht gut zurecht.

Begonien gibt es in Weiß, Gelb, Orange, Rosa und Rot, manche mit einem zarten Schimmer, das macht sie besonders hübsch.

Standort: Halbschattig bis schattig – sie sind eine der wenigen Balkonpflanzen, die auch mit wenig Licht richtig schön blühen.

Gießen: Die Erde sollte immer leicht feucht sein, nicht pitschenass und auch nicht komplett trocken.

Düngen:  alle 1-2 Wochen mit Blühpflanzendünger* düngen. Entweder ab der 3.-4. oder ... das gleiche wie oben.

Pflege: Verblühte Blüten regelmäßig entfernen, das regt die Blütenneubildung an.

 

 

Begonien in weiß, gelb, rosa und rot – bunte Blütenpracht für Einsteiger-Balkone
Begonien bekommst du auch fast überall, wenn du doch keine findest, hier kannst du Begonien-Knollen bestellen*

6. Thymian & Rosmarin

Thymian und Rosmarin zählen wie Salbei, Oregano, Basilikum, Currykraut und Lavendel zu den mediterranen Kräutern.

Sie lieben Sonne und nehmen Trockenheit gelassen. Außerdem sehen sie hübsch aus, duften gut und machen sich auch in der Küche hervorragend.

Standort: Sonnig – als mediterrane Kräuter lieben sie Wärme und viel Sonne.

Gießen: Wenig gießen – diese Kräuter kommen aus dem Mittelmeer und lieben es eher trocken. Zwischen den Güssen ruhig gut abtrocknen lassen.

Düngen: Mediterrane Kräuter brauchen kaum Dünger, sonst verlieren sie ihr Aroma. Einmal im Frühjahr etwas Kräuterdünger* reicht. Neue Pflanzen oder Pflanzen, die du in frische Kräutererde* setzt brauchst du nicht zu düngen.

Pflege: Regelmäßig ernten hält sie kompakt und buschig – also ruhig fleißig kochen! Nach der Blüte etwas zurückschneiden, damit sie nicht verholzen.

Auf einem eher schattigen Balkon könntest du Minze und Zitronenmelisse anpflanzen, die riechen auch gut und schmecken richtig lecker, ich nutze sie für Tees oder um kaltes Wasser zu aromatisieren. Wenn du dich für Minze entscheidest, pack die auf jeden Fall in einen extra Topf, die überwuchert sonst alles andere. 

Natürlich gedeihen auf einem Schattenbalkon auch Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel und Koriander.

7. Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse wächst schnell, blüht üppig und ist herrlich unkompliziert.  Es gibt sie in warmen Farben: Gelb, Orange und Rot, das bringt echte Sommerlaune auf den Balkon!

Die Blätter und Blüten sind essbar. Die Blätter schmecken würzig und leicht scharf, die Blüten etwas milder.

 Sie liebt sonnige bis halbschattige Plätze mit einem nährstoffarmen Substrat. Du solltest sie also nicht im gleichen Balkonkasten wie die Petunien haben.

Außerdem gibt es rankende und kompakte Sorten, das steht auf dem "Beipackzettel", nimm für deinen Balkon lieber eine kompakte Sorte, die hängt schön nach unten. Wenn du Spaliere als Sichtschutz begrünen möchtest, dann sind die rankenden Sorten ideal.

Standort: Sonnig bis halbschattig – sie ist anpassungsfähig, blüht aber in der Sonne am üppigsten.

Gießen: Mäßig gießen, Kapuzinerkresse kommt gut mit Trockenheit klar, aber überhaupt nicht mit Staunässe. 

Düngen: Am besten gar nicht extra düngen, nährstoffarmes Substrat macht sie erst richtig blühfreudig.

Pflege: Einfach wachsen lassen! Verblühtes kannst du entfernen, musst du aber nicht. Wenn du die Samen reifen lässt, sät sie sich manchmal sogar selbst wieder aus und landet dann gerne auch mal auf dem Balkon eine Etage tiefer 😉

 

 

BIO Kapuzinerkresse Samen, rankend
Falls du deine Kapuzinerkresse selbst ziehen möchtest, hier findest du BIO Kapuzinerkresse Samen, rankend*

💡 Tipps für einen entspannten Balkonstart

Gönne dir einen Feuchtigkeitsmesser* für deine Pflanzen – damit erkennst du ganz einfach, wie nass oder trocken die Blumenerde ist, ohne mit dem Finger drin rumzustochern 😉

Eine Gieß-Erinnerung im Handy wirkt Wunder 😉

Blumen und Kräuter kombinieren bringt Farbe und Duft auf den Balkon und ist gleichzeitig praktisch.

🛒 Kleine Einkaufsliste

Damit du alles direkt parat hast:

2–3 Blumenkästen oder Töpfe (mind. 20 cm tief) mit Untersetzer oder Wasserspeicher-Kästen*

Blumenerde mit Langzeitdünger*, Kräutererde*

Blühpflanzendünger* und/oder Kräuterdünger*

5–7 pflegeleichte Balkonpflanzen

eine kleine Gießkanne

Fazit: Ein schöner Balkon muss kein Großprojekt sein. Mit den richtigen pflegeleichten Balkonpflanzen wird er schnell zu deinem Lieblingsplatz – ganz ohne Stress.

 

Jetzt interessiert mich: Welche Pflanze darf bei dir als Erste einziehen? Schreib’s mir in die Kommentare, ich würde mich freuen.

 

Hier kannst du weiterschmökern:

Frühlingsstimmung auf Balkonien – Balkonpflanzen fürs Frühjahr

Die schönsten Pflanzen für deinen Sommerbalkon

Die schönsten Pflanzen für deinen Herbst-Balkon

Winterbepflanzung für deinen Balkon

 

 

Bis bald

 

Thea

 

 

 

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